
Auch in Großbritannien klafft die Schere zwischen Arm und Reich deutlich auseinander und immer mehr Menschen haben Probleme, finanziell über die Runden zu kommen. Das gilt leider auch für Anwohner rund um Anfield oder allgemein für einen Teil der Menschen in Merseyside. Jährlich steigt in dem Zusammenhang auch die Zahl der Obdachlosen im Stadtbild.
Wer den seinerzeit bei den Filmfestspielen in Cannes mit der
Goldenen Palme sowie den British Academy Film Awards prämierten
und wirklich erschütternden, weil schonungslos offenen
Streifen “I Daniel
Blake“ (hier der deutsche Trailer) von 2016
gesehen hat, weiß zudem, dass das britische Sozial- bzw.
Wohlfahrtssystem eine Katastrophe ist.
Ein Unfall, eine Krankheit, plötzliche Arbeitslosigkeit, ein
Schicksalsschlag in der Familie oder anderes mehr… – es gibt
viele Dinge, die einen aus den vermeintlich sicheren Bahnen
werfen und so zum sozialen Absturz führen können.
Unverschuldet!
Nahrungsmittel-Armut kann so schnell zum Thema werden…

All das ist beschämend für uns alle, da es so etwas in dieser eigentlich so reichen Welt gar nicht geben dürfte. Aber es ist die Realität – die wir ja leider auch aus Deutschland kennen (siehe „Tafeln“, Sozialkaufhäuser, Obdachlosenhilfe etc.) und bei der man nicht wegsehen darf.
Unter dem Slogan „Hunger Doesn’t Wear Club Colours!“ (Hunger trägt keine Club-Farben) wurde 2015 durch Fans unseres Liverpool FC und des Everton FC Fans Supporting Foodbanks (FSF) gegründet, wobei eine enge Zusammenarbeit mit der North Liverpool Foodbank besteht und sich auch das LFC Supporters Board engagiert.
Die Grundidee wurde inzwischen längst erfolgreich in andere Clubs sowie Städte getragen und umgesetzt.
Ein von uns geführtes deutsches Interview mit Ian Byrne (damals Stadtrat in Liverpool, inzwischen Parlamentsabgeordneter in London) von 2018 zeigt den Werdegang und die Dringlichkeit dieser Art von konkreter menschlicher Unterstützung auf.
Auch der LFC solidarisierte sich und unterstützt seit 2016 aktiv die diesbezügliche Arbeit von Fans sowie anderen Organisationen. Und auch Spieler wie z.B. Adam Lallana, Andy Robertson und Trent Alexander-Arnold oder Ex-Akteure wie Robbie Fowler und auch Club-Ikone “King” Kenny Dalglish (per Link jeweils in Aktion für die Foodbank) halfen sicher nicht nur zu PR-Zwecken persönlich mit.
Hier findet Ihr zudem ein Video zum konkreten Engagement von Andy Robertson sowie ein „Redmen TV“-Interview-Video mit Protagonisten von Fans Supporting Foodbanks und der 23 Foundation.
Von daher eine Bitte an alle:
Den meisten von uns geht es recht gut, wir können uns Reisen zu Spielen unserer Reds in Anfield leisten. Wenn Ihr also drüben seid, meist ja mit Freunden… Es sind schnell ein paar Britische Pfund zusammengelegt und vor der Fahrt aus der City gen Anfield fix im Supermarkt ein paar Nahrungsmittel oder Toiletten- bzw. Hygieneartikel eingekauft.
Konkret benötigt werden z.B.: Zucker, Marmelade, Wurst, Käse, Kekse, Milch, Säfte, Kaffee, Tee, Nudeln, Kartoffeln, Reis, Soßen, Cerealien, Margarine, diverse Dosenkonserven (Fisch, Fleisch, Früchte, Gemüse, …) und kleine Süßigkeiten sowie diverse Toilettenartikel wie Seifen, Duschbäder, Zahncreme und eben persönliche Hygieneartikel.
All dies, aber auch Geldspenden (egal welche Höhe) kann man am Spieltag an den Sammelstellen abgeben.
Sammelstellen in Anfield
Unser herzlicher Dank gilt allen, die die Foodbanks unterstützen!
Well done!


